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 Umnutzung einer denkmalgeschützten Villa im Schweizer Chalet Stil in Eigentumswohnungen, Baden-Baden

In Kooperation mit einem Architekturbüro in Baden-Baden wurde ich beauftragt, eine der vier Geschoßwohnungen für die Bauherren als Ferienwohnung umzunutzen und den mit allen Geschossen verbindenden Treppenraum „wohnlich“ zu gestalten. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt und dem für die Umnutzung beauftragten Architekten. Ich hatte für „meine“ Gewerke und Leistungsphasen einen gesonderten Vertrag mit entsprechend gesonderter Bauleitung. Die Schnittstellen bei den Kostengruppen wurden im Vorfeld diskutiert und entsprechend aufgedröselt und ausgeschrieben.
Die Wohnung im 1. Obergeschoss sollte einen offenen Koch-Ess-Wohnbereich beinhalten, zwei Schlafräume ein Bad und ein Gäste-WC mit Dusche.
Herausforderungen war die Planung der beiden Bäder. Das Bad auf einer Holzbalkendecke, das andere zusätzlich ohne Tageslicht.
Beim Familienbad habe ich den Wunsch nach einer bodenebenen Dusche damit gelöst, dass ich ein Podest einbauen ließ, was bei der großzügigen Raumhöhe komfortabel war. Das Problem mit der Sanitärinstallation wegen der Holzbalkendecke war dadurch auch gelöst. Auf dem Podest wurde noch eine Heizmatte im Barfußbereich eingeklebt. Smart Home steuerbar.
Das Eichenparkett vom Wohnbereich wurde ins Bad weitergeführt, auf dem Podest dann der Fliesenbelag mit der bodenebenen Dusche – eine spannende Kombination. Einbaustrahler über dem Podest im Raster der Bodenfliesen 60 x 60 ergänzen das Beleuchtungskonzept neben der Wand- und Spiegelleuchten.
Beim Gäste-WC wurde eine Lichtdecke eingezogen, die Tageslicht suggeriert. Für die „Nachtbeleuchtung“ dimmbare Einbaustrahler. Ein gelungenes Detail ist die mit den Strahlern beleuchtete Ablage, die bis in den Duschbereich weitergeführt wird und auch dort als Ablage dient. Fliesen wurden nur da verbaut, wo unbedingt nötig. Die verbliebenen Flächen wurden offenporig beschichtet.
Im Kochbereich war ausreichend Platz für eine Insellösung, in der Kochzeile die Hochschränke mit Dampfgarer und Backofen und der Kühl-Gefrierkombination. Ein Highlight das Spülbecken, das für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen bedienbar ist.
Das Treppenhaus im Bestand war wenig einladend. Wir haben uns nach Bemusterung auf einen Textilbelag für den Objektbereich (Hospitality), dem erforderlichen Schallschutz geschuldet, verständigt. Kombiniert mit einem Fliesenbelag in Schiefer und einer angedeuteten Lamperie aus Glasgewebe, weiß beschichtet. Die Handläufe wurden aufgearbeitet und schwarz lackiert. Moderne Aufbauleuchten setzen nun das Entrée und den Treppenlauf über alle Geschosse effektvoll in Szene. Bei der nachträglichen Möblierung in Eigenregie hat die Bauherrschaft ganz auf die Farbe Weiß gesetzt, das sich wunderbar von den abgetönten Beschichtungen abhebt. Vorher – nachher – gelungen
 
(Fotos Sylvia Mitschele-Mörmann)

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